Arbeitseinsatz auf der Margeritenwiese

Eine Augenweide in jeglicher Hinsicht!

 

Tausende Blütenköpfe der Magerwiesen-Margerite finden sich auf einer unserer schönsten Flächen im Unterspreewald. Hier fliegen zur Blütezeit unzählige Insektenarten & laben sich am Pollen dieser attraktiven & heute so selten gewordenen Art.

Wie der Name dieser Art schon sagt, werden nährstoffärmere Standorte in sonniger Lage bevorzugt. Hier können diese Pflanzen fast Dominanzbestände bilden & prägen damit ganze Wiesenbereiche mit ihren weiß leuchtenden Blüten.

 

Unsere Wiese wird in Teilen alljährlich im Winter von Wildschweinen umgebrochen, vermutlich weil unter den Margeriten viele Engerlinge im Wurzelbereich zu finden sind. Der Bodenumbruch begünstigt die weitere Ausbreitung dieser Art, da die Samen nur auf reinem Sandboden aufkeimen können.

 

Leider werden die meisten Grünlandflächen viel zu intensiv genutzt, weshalb diese Art immer weniger zu finden ist. Überdüngung, Mulchen...all das löscht die Vorkommen dieser attraktiven Pflanze binnen kürzester Zeit aus.

Zusammen schafft man am meisten!

 

Hier arbeiten Freiwillige, NABU & die Naturwacht Spreewald zusammen & beräumen die vorher gemähte Fläche. Im Sommer werden genau deshalb hier wieder Blütenpflanzen blühen, darunter auch besonders seltene Arten wie der Wundklee, Berg-Haarstrang & die Karthäusernelke.

 

Die mit Abstand häufigste Art ist hier jedoch unsere Magerwiesen-Margerite. :-)

Viel Arbeit bedeutet das mitunter für die Beteiligten. Aber bisher ist die Alternative, eine Beweidung der Wald- & Wiesenfläche noch nicht möglich.

Der besondere & bei uns extrem seltene Wundklee, wächst hier ebenfalls. Die Art benötigt Grasfreie, karge Sand- oder Kiesböden & ist eine Kalkzeiger. Der Wundklee ist die einzige Futterpflanze des Wundklee-Bläulings, einer Art die in Brandenburg bisher nur 1 einziges Mal nachgewiesen wurde.

Alle Fotos & Texte  © Sebastian Fuchs

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