Der letzte Einsatz fand im Unterspreewald statt & 9 Helfer + 1 Hund fanden sich an diesem vorerst kühlen, dann aber wunderschön sonnigen Wintertag im Unterspreewald ein, um mehrere Flächen, die am Tag zuvor gemäht wurden, des Mahdgutes zu Beräumen.
Die Wichtigkeit dessen ist vielen nicht bewusst & immer wieder höre ich die Meinung, dass dies nicht sehr naturschutznah sei.
Das ist leider ein großer Irrtum der bei vielen Menschen vorherrscht, denn ungemähte Grünlandflächen werden über kurz oder lang verfilzen & zuwachsen, was zur Folge hat, dass Blütenpflanzen
überhaupt nicht mehr vorhanden sind, stattdessen starkwüchsige Gräser dominieren & die Fläche für alle anderen wertgebenden Arten der Flora & Fauna entwerten.
Dieses Foto zeigt die gleiche Fläche wie im oberen Foto, jedoch vor der Mahd. Deutlich sieht man den Filz von Seggen & Landreitgras. Wo einstmals Silbergras & Flechten wuchsen,
Sandlaufkäfer & der Wiedehopf nach Nahrung suchten, ist innerhalb der letzten 5 Jahre alles zu- & überwachsen worden.
Dem werden wir jetzt entgegenwirken & nun diese Flächen wieder dauerhaft in Nutzung führen & die Nährstofffrachten von dem Trockenrasen befördern & hoffen, dass Sandstrohblume &
Ähriger Ehrenpreis bald wieder zum Vorschein kommen.
Den rechten Teil der Fläche hat die Spreewaldstiftung in Pacht genommen & in diesem Jahr das erste Mal gemäht. Hier sind ebenfalls einige besondere & wertgebende Pflanzen vorhanden & sollen gefördert werden. Dazu muss die Mahd zur richtigen Zeit erfolgen & ebenfalls alles Material von der Fläche entnommen & abtransportiert werden. Mulchen oder sonstige ähnliche & heute so häufig genutzte Maßnahmen sind hier verboten, weil vollkommen kontraproduktiv in Hinblick auf eine Förderung der Artenvielfalt.
Links sieht man den von seinem Aufwuchs befreiten Trockenrasen, dessen Mahdguthaufen noch von der Fläche getragen werden. Ich freue mich heute schon auf den nächsten Sommer um zu schauen, wie sich die Fläche nun entwickelt.
Die weiteren Flächen vor der Mahd. Man erahnt noch nicht, wieviel Material hier steht & abzutransportieren ist. Allerdings hat sich heute einmal mehr gezeigt, wie schnell solche Arbeiten umsetzbar sind, wenn dies mit einer motivierten Mannschaft erledigt wird.
Hier wachsen wunderbare & seltene Arten, die man anderenorts im Spreewald nicht mehr findet. Dazu gehören die Prachtnelke, die Karthäusernelke in stetig wachsender & mittlerweile großer Population, der Große Ehrenpreis, Dost, Großer Wiesenknopf & weitere. Alle Arten würden ohne die regelmäßige Mahd hier nicht mehr vorkommen. Gleichzeitig findet man hier im Gebiet eine besonders große Anzahl von Schmetterlingsarten.
Hier sieht man die großen Berge von Mahdgut & die freigestellten Flächen. Kaum vorstellbar im Moment, wie buntblumig gerade die Flächen im Vordergrund im Sommer sind.
Das ist aber eben auch unser Antrieb, der uns diese freiwilligen Arbeiten so motiviert bearbeiten lässt. Die Vision, dass diese Flächen immer schöner, immer produktiver für viele Arten sind.
Leider ist eine Waldweide in Brandenburg noch immer nicht so umzusetzen, wäre dies doch die idealste Form der Bewirtschaftung für diese unsere Wald & Wiesengesellschaft hier.
Aber wie schon gesagt...Visionen braucht der Mensch ;) Mal schauen was noch kommt.
Und natürlich gibts bei mir wirklich IMMER eine Verpflegung bei den Arbeitseinsätzen, denn ich will ja, dass alle Helfer sich wohlfühlen & wiederkommen, denn ohne Euch gehts nicht!
Alle Texte & Fotos © Sebastian Fuchs












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